Über das Trampolin de la muerte nach Mocoa

04.01.2026

Unterwegs am Todes-Trampolin

Die Straße nach Mocoa wird trampolin de la muerte genannt - übersetzt "das Trampolin des Todes".

Es ist eine großteils einspurige Piste, auf der meist viel Verkehr herrscht. Wir fragten bei unserem Stellplatz Las Margaritas wie lange die Fahrt nach Mocoa ungefähr dauert und bekamen die Antwort: "6 bis 8 Stunden - je nachdem wie man fährt."

Für Baghira und Gottfried war diese Route einfach perfekt! Die Landschaft war wunderschön und die Straße in gutem Zustand, auch wenn es ab und zu regnete. Wir waren an einem Sonntag unterwegs und dennoch war extrem viel los. Wahrscheinlich lag es daran, dass Ferienzeit war und vor allem auch Karnevalzeit.

Da wir recht klein sind und Gottfried die Dimensionen von Baghira sehr gut kennt, war das Ausweichen für uns kein Thema - nur für mich auf der Beifahrerseite gab es manchmal Tiefblick. Ab und zu mussten wir oder die Gegenseite retour schieben, wenn es sich gar nicht ausging. Große Trucks verursachten manchmal einen Stau, wenn andere Fahrzeuglenker nicht vorausschauend in einer Ausweiche warteten oder man sie einfach zu spät sah.

Wir benötigten für die 55 km Piste gute 3 Stunden mit einer Jausen-Pause - war also gar nicht so tragisch!

Wanderung zum Ende der Welt

In Mocoa fanden wir einen schönen Stellplatz beim Hostel Dantayaco. Wir bezogen einen geschützten Platz am Parkplatz des Hostels und genossen Abendessen und Frühstück im überdachten Speisebereich - dafür durften wir kostenfrei stehen.

Gleich neben dem Hostel startet der Wanderweg zum "Ende der Welt".

Fin del mundo ist ein schöner hoher Wasserfall. Der Weg dorthin führt vorbei an mehreren kleineren Wasserfällen über schön angelegte Wege. Wer hätte gedacht, dass der Weg ans Ende der Welt über Holz- und Steinstufen führt! ;-)

Wie es sich für den Regenwald gehört, marschierten wir einige Zeit im Regen. Am Ende der Welt steht dann der "Wächter". Man wird angeseilt und darf den Ausblick über den Felsenrand wagen.

Am Weg retour badeten wir bei einem der Wasserfälle. Das Wasser war angenehm kühl! Gottfried ließ es sich natürlich nicht nehmen, neben dem Wasserfall in den natürlichen Pool zu springen!

Diese Wanderung war gar nicht so ohne - fast 500 hm legten wir zurück und waren superglücklich, wieder mal eine "ordentliche" Wanderung gemacht zu haben! 

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