Desierto de la Tatacoa

Embalse el Quimbo - Mirador Matambo
Wir fuhren die Ruta 45 weiter in den Norden in Richtung Tatacoa Wüste. Auf halbem Weg liegt der Mirador Matambo, ein Campingplatz mit Blick auf den Embalse el Quimbo, einem Stausee des Rio Magdalena.
Wir kamen am Nachmittag an und genossen den wunderschönen Platz. Pachamama (Muttererde) wartete mit offenen Armen auf uns, ebenso wie das Himmelstor. Claudia fand endlich ihr liebstes Fluggerät und Gottfried unterstützte einen Häuptling. ;-)
Außer uns waren nur ein paar Tagesgäste vor Ort und ab Einbruch der Dunkelheit hatten wir den Platz für uns alleine. Die Nähe zur Straße war hörbar, da hier auch in der Nacht einiges los war. Aber uns stört so etwas beim Schlafen nicht.
Am nächsten Tag weckte uns die Sonne und bei herrlichem Ausblick genossen wir das Frühstück.
Next stop: Desierto de la Tatacoa
Die Tatacoa-Wüste ist eine ca. 330 km² große Wüste im Tal des Río Magdalena auf dem Gebiet der Gemeinde Villavieja und befindet sich auf nur ca. 3° nördlich des Äquators.
Dieses Gebiet liegt zwischen der Zentral- und der Ostkordillere in einem Regenschatten und bleibt daher auch in der Regenzeit meist niederschlagsarm.
Der Name Tatacoa kommt von einer ursprünglich in der Wüste heimischen, aber inzwischen ausgerotteten Schlangenart. Diese Wüste ist zwar nicht die spektakulärste, aber vor allem das laberinto del cuzco mit den roten Felsformationen ist sehr eindrucksvoll.
Campingplatz mit Aussicht
Wir wählten daher den Campingplatz, von dem aus wir direkt auf diese Naturschönheit sahen. Als wir ankamen, hatte es schon 36 Grad - für uns also ziemlich heiß. Wir begaben uns unter unsere Markise in den Schatten, aßen eine Kleinigkeit und hielten Siesta.
Trotz der Hitze kamen während des gesamten Tages immer wieder geführte Touren bei uns vorbei. Oft blieben sie stehen, bewunderten unser casa rotonda (übersetzt: rollendes Haus) und plauderten mit uns.
Als es gegen fünf Uhr etwas angenehmer wurde, spazierten wir durch das Labyrinth und machten unzählige Fotos. Irgendwie sieht dann doch jede Perspektive so besonders aus, dass man nicht einfach so vorbei gehen kann. ;-)
Abends waren wir die einzigen Camper am Platz und genossen den Sonnenuntergang und den warmen Abend. Einzig ein Paar, das in einer der cabañas wohnte, und natürlich die Besitzer waren noch hier. Und hier konnte Claudia bei klarem Himmel endlich auch ein paar Sternenfotos machen!
Das Einzige, das diese traumhafte Kulisse störte, war der doch ziemlich laute Generator, der erst gegen 21 Uhr abgeschaltet wurde. Tja - in dem Fall war es uns die Aussicht wert.
Rundfahrt um die Wüste
Am nächsten Tag starteten wir früh. Wir spazierten nochmal eine Runde im Labyrinth und fuhren dann die Piste, die um die gesamte Wüste führt.
Man fährt an weiteren sehenswerten Stationen vorbei, wie z.B. das Valle de los Xilópalos - das Tal der "versteinerten Bäume", aber aufgrund der Hitze hatten wir keine Lust mehr auf weitere Wanderungen und genossen es, die Landschaft aus dem gut klimatisierten Innenraum unseren Autos zu bestaunen. Und die Straße war auch sehr schön zu befahren - eine richtig schöne Offroadstrecke für Baghira und Gottfried.
Richtung Norden nach Ipaqué
Weiter ging es über die Ruta 45A, die auch los tuneles genannt wird, da sie durch zwei Tunnel und eine Brücke über den Rio Magdalena zurück zur Ruta 45 führt. Eigentlich dachte Claudia, dass diese Straße asphaltiert sein müsste .. war sie aber nicht .. und so durften Gottfried und Baghira noch ein paar mehr Kilometer über eine Piste glühen.
Vorbei an vielen Reisfeldern näherten wir uns den Bergen - der Cordillera Central. Auf der Hauptstraße angekommen, ging es zügig weiter Richtung Norden.
In Ipaqué fuhren wir einen Supermarkt an, um unsere Vorräte aufzufüllen, und danach ging es zum gewählten Campingplatz Cabana Campestre mit einem Swimmingpool.
Hier bewegten wir uns auf den "Spuren der trotamundos", einem Overlander-Paar, welches wir in Mendoza kennengelernt hatten und die einige Monate vor uns hier waren.
Spannende Anfahrt zum Stellplatz
Die Anfahrt zum Campingplatz war spannend: die Straße wurde gerade neu betoniert und wir durften auf einem schmalen Streifen zufahren. Mit eingeklappten Spiegeln und dem Einweisen eines Straßenarbeiters waren wir schließlich am Ziel. Der Platz war zwar nicht besonders schön (ein eingebrochener Kunstrasen) - aber wir waren safe.
Wir richteten uns ein, setzten uns gemütlich ins Freie und spannten die Markise aus. Da es noch schön warm war, ging Claudia schwimmen. Der Pool war riesig und es war einfach toll hier komplett alleine die Kreise zu ziehen.
Die Wolken zogen bereits auf, als wir unser Abendessen richteten. Neben uns stand noch ein deutscher Camper, deren Besitzer leider krank waren. Auch wir blieben nicht lange draußen, da es wieder mal zu regnen anfing. Nach dem langen Tag waren wir ohnehin schon müde und gingen früh ins Bett.