San Agustin

05.01.2026

Unterwegs zwischen den Cordilleren

Die Straße nach San Agustín (Ruta 45) war bis auf ein paar Baustellen sehr gut ausgebaut. Sie verläuft zwischen der Cordillera Oriental im Osten und der Cordillera Central in den Norden.

San Agustín ist bekannt für seine archäologischen Stätten einer präkolumbianischen Kultur, über die noch nicht viel bekannt ist. Sie wird daher nach dem Fundort "San Agustín Kultur" benannt.

Wiedersehen in San Agustin

Als wir auf den von uns gewählten Campingplatz La Cumbre del Macizo fuhren, sahen wir das Bimobil der Luxemburger Caro und Michael - ein Overlander Paar, das wir in der Reserva las Margaritas kennengelernt hatten. Es war schön, die Beiden wiederzusehen!

Am nächsten Tag kümmerten wir uns nach einem guten Frühstück erstmal um unsere Wäsche. Wir brachten sie in das Hotel Bambu - laut unserem Vermieter die einzige Laundry-Möglichkeit hier im Ort.

Archäologische Wanderung

Nach den Erledigungen spazierten wir zum Parque Arqueológico de San Agustín und wanderten dort die Wege entlang. Man vermutet, dass an diesem Platz Priester, Heilern und Stammesfürsten begraben wurden. Vor den megalithischen Tempeln und Gräbern standen die Steinfiguren, die Götter, Geisterwesen oder Mischwesen darstellen.

Ein Highlight hier ist auch die Quelle von Lavapatas - ein Kultheiligtum zur Verehrung des Wassers.

Zuckerrohrsaft selbstgemacht

Als wir nach einigen Stunden zum Ausgang kamen, stand dort ein Verkäufer mit einem Wagen, der Jugo de Caña verkaufte, Zuckerrohrsaft. Da konnten wir nicht vorbeigehen und Gottfried wurde auch gleich zum Zuckerrohrpressen eingeteilt. :-)

Man trinkt den Saft mit einem Schuss Limonensirup - muy rico und mega süß.

Führung auf Gumers Kaffeeplantage

Um 16 Uhr hatten wir uns bei der Kaffeeplantage Kutanga angemeldet und wurden von Gumer, dem Besitzer, herzlichst empfangen. Gemeinsam mit zwei Kolumbianern aus Bogotá führte er uns durch seine Anlage mit unendlich vielen Kräutern, Obstbäumen und natürlich Kaffeesträuchern. Wir durften neben vielen anderen Früchten auch süße Zitronen kosten - wir wussten gar nicht, dass es so was gibt!

Natürlich erklärte er uns auch, wie er seinen Kaffee herstellt. Anders als der Industriekaffee lässt er die süße Haut, die die Kaffeebohne umgibt, beim Trocknen auf der Bohne - wodurch der Kaffee sehr fruchtig schmeckt.

Wir verstanden leider nicht alles, da die Führung auf spanisch stattfand - aber wie üblich reimten wir uns das, was wir nicht verstanden, einfach zusammen.

Mit Kaffee und grünem Kaffee-Tee verließen wir Gumer und zogen uns auf den Campingplatz zurück.

Besuch bei der Göttin Chaquira

Abends fing es, wie so oft die letzten Tage, zu regnen an. Wir spannten daher die Markise auf und kochten und chillten noch eine Weile, bevor wir müde ins Bett fielen.

Eigentlich wollten wir am nächsten Tag noch eine Quad-Ausfahrt in der Region machen. Da das Quad allerdings in der Werkstatt war entschlossen wir uns, weiterzuziehen.

Wir statteten der Fundstätte Chaquira noch einen Besuch ab. Hier geht es über zahlreiche Stufen bergab zum Canyon, in welchem der Fluss Rio Magdalena fließt. Am Ende des Weges befindet sich das Bildnis der Göttin von La Chaquira, welches in den Felsen gehauen wurde.

Zurück beim Parkplatz war ein Stand, an dem ein Mann wunderschöne Armbänder in Handarbeit herstellte - kann man (speziell Frau) da vorbei gehen? ;-)
Jedenfalls ergatterte Claudia hier ein paar Geschenke für unsere Lieben zu Hause.

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