Moche Kultur & Paso Pferde


Trujillo – auf Besuch bei den Moche
Etwas Kultur muss auch sein. Kurz vor Trujillo befinden sich Tempel der Moche und die wollten wir besichtigen.
Wir kamen am späten Vormittag bei der Ausgrabungsstätte an und mussten nicht lange auf unsere Führung warten. Gemeinsam mit Bolivianern und Peruanern tauchten wir in die Kultur der Moche ein.
Kultur der Moche
Der Huaca de la Luna (Tempel des Mondes) und der Huaca del Sol (Tempel der Sonne) umgaben den Stadtkern der Hauptstadt des Bundesstaates Moche.
Die Moche-Kultur bildete einen theokratischen und militärischen Staat, der sich im Norden bis zum Piura-Tal und im Süden bis zum Nepeña-Tal ausdehnte. Sie waren erfahrene Keramiker, Metaller, Schnitzer, Händler, Landwirte und Fischer. Die Entwicklung dieser Kultur reicht von den Anfängen der christlichen Ära bis ca. 850 n.Chr.
El Niño und La Niña
Wir besichtigten den Tempel des Mondes und erfuhren einiges über die Bauweise und natürlich auch über die Rituale der Moche. So wurden in starken El Niño Regenjahren ausgewählte Krieger geopfert, um die Götter positiv zu stimmen.
Nachdem wir im Jahr der La Niña unterwegs waren, waren wir dankbar, dass dieses Ritual nicht mehr existiert. Und damit Pachamama auf uns achtet, bekam sie auch den ersten Schluck aus unserer "Desinfektor-Flasche". ;-)
Campo Aramburu
Auf dieser Strecke gibt es wenige Campingplätze und empfehlenswerte Stellplätze sind auch rar. Wir fuhren daher zur Casa de Campo Aramburu, einem Stellplatz, der auf iOverlander gut beschrieben ist, und auf dem auch bekannte Overlander - die "Trotamundos" - vor einigen Monaten waren.
Wir wurden freundlichst empfangen und es wurde uns auch sofort ein Ausritt auf ihren Paso Pferden angeboten. Das freute Claudia natürlich sehr und sie meldete sich für den späten Nachmittag an.
Mit den Pasos in den Sonnenuntergang
Gemeinsam mit Sandra und Manuel, zwei weiteren Overlandern die hier am Platz Quartier bezogen hatten, ritten wir zum Strand, den wir bei tief stehender Sonne erreichten. Am Rückweg durften wir über einen Dünenfläche galoppieren und Amigo, Claudias Pferd, genoss es sichtlich und gab so richtig Gas!
Zurück ging es in zügigem Paso - einer Gangart, die sehr bequem zu sitzen ist und dem Tölt der Isländer ähnelt.
Es war ein wunderschöner Ausritt und angenehmer Campingplatz, der sehr zu empfehlen ist. Einzig die Gänse waren mit Vorsicht zu genießen - selbst der Hund hatte Angst vor Ihnen. ;-)
Summiteers Reiseweisheit
Das Campo Aramburu wollten wir eigentlich auslassen, um ein Stück weiterzufahren. Wir wollten an einen wunderschönen Stellplatz am Meer, den wir ebenfalls von einem Overlander Paar gespeichert hatten. Am Weg dorthin sah ich nochmals in iOverlander nach und sah Warnhinweise – Einheimische warnten davor, hier zu stehen.
Bei der Wahl der Stellplätze in diesen Ländern ist es wichtig, achtsam zu sein. Aktuelle Informationen erhält man auf der App sowie in länderspezifischen Whatsapp Gruppen. Die Overlander-Community, in der auch Einheimische vertreten sind, ist eine große Unterstützung bei diesen Reisen. Und letztendlich ist es wichtig, Stellplätze bei Tag anzufahren, zu besichtigen und auf das eigene Bauchgefühl zu hören.
Wenn ein Platz mal nicht passt, gilt es eine Variante B zu haben oder zu finden – wie in unserem Fall das Campo Aramburu. Und so kam Claudia zu einem Sonnenuntergangsausritt und wir lernten Sandra und Manuel kennen. :-)