Minca

Ab ins Küstengebirge
Nach dem Meer wollten wir nochmal ein Stück Richtung Berge. Die Sierra Nevada de Santa Marta ist eine Bergkette im Norden Kolumbiens. Hier erheben sich die höchsten Gipfel des Landes, der Pico Cristóbal Colón und der Pico Simón Bolivar mit 5.775m - und das nur 45 Kilometer von der Karibikküste entfernt. Es ist somit das höchste Küstengebirge.
Uns zog es diesmal aber nicht ganz hinauf, sondern nur nach Minca mit seinen vielen Wanderwegen und Wasserfällen.
Camp Oso Perezoso
Auf iOverlander fanden wir einen Stellplatz in der Nähe einer Wanderroute zum Poso Azul. Als wir an die Zufahrt kamen, war dort extrem viel los - immerhin ist ja Ferienzeit hier in Kolumbien. Per Whatsapp hatte sich der Besitzer des Stellplatzes nicht gemeldet und das Zufahren war aufgrund der vielen Menschen nicht möglich. Wahrscheinlich war das wohl eher nur ein Stellplatz für die Nebensaison.
Gottfried fragte bei einem der Stände nach und es wurde uns ein Hostel ein Stück weiter den Berg hinauf empfohlen - das Hostel Oso Perezoso.
Wir fuhren also weiter den Berg hinauf zum Hostel. Generell werden hier Cabañas vermietet, die auf dem gesamten Grundstück verteilt sind. Wir fragten nach, ob wir hier auch einen Stellplatz bekommen könnten. Es war nichts los und der zuständige Mitarbeiter gab uns nach einem kurzen Telefonat mit dem Besitzer grünes Licht: Wir können gerne hier am Parkplatz stehen bleiben. Es gab sogar Toilette und Dusche, einen überdachten Bereich mit Tischen und Sesseln und eine Küche, die wir auch nutzen könnten. Das ist ja mal sehr nett! Und ein paar sehr freche Katzen waren auch mit im Paket.
Wir entschlossen uns, zwei Nächte zu bleiben und eine Wanderung zu machen. Am Abend kamen noch ein paar Italiener an, die hier Urlaub machten. Nach einem kurzen Gespräch (auf Spanisch ;-) stellte sich heraus, dass sie aus Udine waren und am Gardasee lebten.
Cascadas de Marinka
Am nächsten Tag starteten wir früh zur Wanderung. Wir hatten doch einen langen Weg vor uns - ca. 12 Kilometer und über 900 hm. Der Weg zu den Wasserfällen war sehr nett und abwechslungsreich: befahrbare Wege, die immer steiler und steiniger wurden, bis es nur noch zu Fuß weiter ging und zwischendurch ein schöner Ausblick bis zur Karibikküste. Ein kurzes Stück ging es über den Hügel bergauf und dann lange bergab. Bei den Wasserfällen angekommen freuten wir uns auf das kühle Bad im 20 Grad kalten Wasser - sehr erfrischend!
Nach einem kurzen Aufenthalt machten wir uns auf den Rückweg - diesmal gings natürlich viel bergauf. Auch wenn wir schon länger nichts mehr gemacht hatten, ging es ganz gut .. aber wir merkten halt: so richtig trainiert sind wir leider nicht mehr.
Nach einer schönen langen Tour genossen wir einen ruhigen chilligen Abend am Stellplatz. Zum Abendessen gab es diesmal die Fertiggerichte, die wir für die Wandertouren mitgenommen hatten. Da wir schon ans Ende der Reise kommen, geht´s ans "Restl essen" und auch wenn es keine Gourmetküche ist, so ist es immerhin einfach zu machen und man braucht nicht viel Geschirr. :-)