Cuenca

Sonntags über die Grenze
Nach einem kleinen Frühstück - guter Kaffee aus der Bialetti muss einfach sein - machten wir uns zeitig auf den Weg. Unser Ziel Cuenca war doch gut 300 km entfernt und davor mussten wir noch über die Grenze. Die Straße führte zuerst am Meer entlang und kurz vor Tumbes verloren wir den Pazifik - wahrscheinlich für längere Zeit - aus den Augen.
An der Grenze lief alles ganz gechillt ab. Migraciones für die Ausreise aus Peru und die Einreise nach Ecuador fanden wir im gleichen Gebäude. Sogar unser Ecuador Besuch von 2011 war noch im Computer. Ich wurde gefunden, Claudia nicht - sie hieß ja damals noch Biedermann. ;-)
Baghira wurde auch zügig abgefertigt und erhielt ein neues TIP für Ecuador. Am Grenzübergang selbst gab es keine Fahrzeugkontrolle, lediglich TIP und Führerschein wurden kontrolliert und nach einer halben Stunde waren wir im achten Land unsere Reise, in Ecuador, angekommen.
Kurz nach der Grenze gab es die erste Kontrolle des Militärs. Wir wurden mit "Handschlag" begrüßt und nach einem kurzen Geplaudere ging es weiter. Bei zwei weiteren Kontrollpunkten wurden wir durchgewunken. Alle waren offensichtlich in guter Sonntagsstimmung.
Camping bei Humberto
In einer kleinen Stadt am Weg aßen wir gut zu Mittag und am Nachmittag erreichten wir Cuenca. Unser Campingplatz befand sich gut 3 km vom Zentrum entfernt, ein kleiner netter Platz mit WC und Dusche mit viel heißem Wasser. :-)
Den Rest des Tages verbrachten wir am Platz gemeinsam mit drei Schäferhunden, deren größte Freude es war, einem zerbissenen Fußball hinterher zu hetzen. Und diesen legten sie uns natürlich unermüdlich immer wieder vor die Füße.
Der Besitzer, Humberto, brachte uns frisches Gemüse aus seinem Garten, welches wir gleich zu einer guten Suppe verarbeiteten.
Cuenca – die Stadt der Panama Hüte
Am nächsten Tag wollten wir die Stadt erkunden. Claudia hatte eine deutschsprachige Stadtführerin ausfindig gemacht und pünktlich um 10 Uhr trafen wir uns mit Lorena, welche als Au-pair-Mädchen in Deutschland arbeitete und dann in Ecuador Geschichte studierte.
Wir marschierten 5 km durchs Zentrum und erfuhren vieles über die Stadt. Zur Zeit der Inkas war sie nach Cusco die zweitwichtigste Stadt und wurde ihr auch "nachgebaut". Wir besichtigten die Kathedrale, ein paar Kirchen (allein im Zentrum gibt es 23), Paläste, Märkte und eine Produktionsstätte von Panama Hüten.
Diese Hüte stammen aus Ecuador und wurden über Panama in die Welt verschifft, wodurch sie die irreführende Bezeichnung "Panama Hüte" erhielten.
Lustig war auch die "Kreuzung der vier Diebe" – an den Ecken dieser Kreuzung stehen das Rathaus, die Finanz, eine Bank und eine Kirche. ;-)
Abends genossen wir ein tolles Abendessen bei einem "Italiener" und Drinks in zwei Roof Top Bars durften auch nicht fehlen. Cuenca ist eine wunderschöne, saubere Stadt mit Gebäuden aus unterschiedlichsten Epochen – und in der Weihnachtszeit gab es zusätzlich noch unendlich viel Weihnachtsbeleuchtung.
Summiteers Reisetipp
Der Sonntag ist meist ein sehr guter Reisetag für längere Reisestrecken. Es sind weniger LKWs auf den Straßen und die Bevölkerung nutzt den Tag für Familientreffen.
Auch die Grenzübergänge sind meist weniger frequentiert – es sei denn es gibt irgendeine Festivität im Umfeld. Es zahlt sich also aus, sich im Vorfeld über Aktivitäten im Umfeld zu informieren.